Cuba

Cuba Januar 2012
Endlich, nach einem Zwischenstopp in Costa Rica, sind wir auf dem Weg nach Kuba.
Diese Reise sollte uns einen Überblick verschaffen, welche Möglichkeiten es dort zum Kiten gibt.
Vorneweg: Kiten kann man überall auf Kuba! Nur sollte man sich darüber im Klaren sein, dass in Kuba keine schnelle Hilfe zur Stelle ist. Wird man abgetrieben, ist die nächste Küste halt in den USA !
Havanna
Für die Einreise braucht man ein Touristenvisum, das in Deutschland beantragt werden kann (ca.45€) www.visa-express.de.
Dazu, neu ab 01.05.2010, eine Krankenversicherungspolice oder eine Reiseversicherung mit Krankenversicherungsschutz.
Die Einreiseformalitäten gehen schnell über die Bühne, und bald kann man sich mit seinem Gepäck auf den Weg machen.
Geld tausch sollte noch am Airport erfolgen, 1€ = 1,33 CUC.
Achtet beim Bezahlen darauf, dass Ihr auch CUC zurück bekommt und keine alten Pesos, die für die Landesbevölkerung noch Zahlungsmittel sind, aber eben weniger wert.

Vom Airport bis nach Havanna Altstadt kostet es etwa 25 CUC mit dem Taxi.
Wir sind ohne Zimmerreservierung nach Kuba gekommen, haben aber ohne Probleme etwas gefunden (wir sprechen spanisch, aber auch englisch hilft weiter). (Private Unterkünfte z. B. bei Nancy+Basilio Virtudes Nr. 461 tel.: 052438670)
2-3 Tage für Havanna erscheinen uns ausreichend. In dieser Stadt ist für Partygänger der Teufel los - überall Livebands, tanzen und trinken, bis der Arzt kommt.
An jedem größerem Hotel kann ein Cabriolet Oldtimertaxi für eine Stadtrundfahrt ca. 2-3 Std für 40-60 CUC gemietet werden.
Auch Kultur ist im Angebot: alte Festungen, Museen, koloniale Architektur etc.
Die Beschreibung „Casa de la Cultura“ ist überall zu finden. Wer dies mit Kultur in Verbindung bringt, täuscht sich, es sind schlicht und ergreifend Diskos mit Kontaktbörse.
In Kuba ist die Prostitution verboten aber trotzdem überall präsent.
Kuba ist ein sicheres Reiseland und selbst in den späten Nachtstunden
hat man ein Gefühl der Sicherheit.

Die Altstadt ist zu Fuß leicht zu erkunden, aber bequemer und zudem günstig sind die Fahrradtaxis 1/2std ca. 3-5 CUC.
Essen kann man lecker in den „paladar“ (Restaurant) z.B. bei ,,moneda cubana” San ignacio Nr. 77 Telf.867-3852 oder bei ,,la mulata del sabor” Esquina san ignacio Nr.153 Telf.867-5984
Vadadero
Am 3.ten Tag nehmen wir ein Auto bei Havanautos (Automiete ist teuer in Kuba!).
In Richtung Osten fahren wir nach Vadadero, unterwegs haben wir diverse Strände aufgesucht. Alle sind kitebar und vom Wind her gut. 15-17 kn.
Vadadero - hier haben wir in einem mittelmäßigen Hotel eingecheckt AI, anders geht es nicht in diesen Hotelanlagen. Diese Landzunge ist bespickt mit Hotels und wunderbarem Strand, flach ablaufend, ohne Steine etc. und viele, viele Touristen. Es wundert uns, dass keiner etwas gegen die Kiter hat. Schön, dass es auch so funktioniert. Leider dreht der Wind auf Süd/Ost, deshalb versuchen wir unser Glück auf der gegenüberliegenden Seite des Vadadero Strandes, in der Bucht vor dem Damm. Das Starten hier ist nicht jedermanns Sache, wenig Platz und ein steiniger Weg (Felsbrocken) erschweren das Rausgehen.
Aber einmal auf dem Board ist alles vergessen. Der Wind konstant mit ca. 15-17 kn sideshore tut sein Übriges zum Wohlfühlen, größter Kite „Spleene QX“ 12 qm.
Vadadero, sicherlich Jedem mehr oder weniger bekannt, ist eine einzige Partyzone und zum Teil in der Hand von unseren östlichen Nachbarn. Wenn der Wind passt, alles mit Nord Einfluß, ist das sicherlich für den einen oder anderen ein super Spot mit mega Nightlife.
Wir fahren weiter ins Landesinnere Richtung Cienfuegos.
Die Hauptstraßen in Kuba sind in einem guten Zustand, leider sind Wegweiser spärlich bis überhaupt nicht vorhanden. Am besten nachfragen, um keinen großen Umweg zu fahren. Das Versorgungsnetz mit Tankstellen ist außerhalb der Ballungszentren weniger gut und nicht leicht zu finden, deshalb haben wir jede Gelegenheit zum Tanken genutzt.
Es ist üblich für die Kubaner, als Anhalter unterwegs zu sein. Dabei entstehen nette Bekanntschaften und wir erhalten nützliche Informationen.
In den kleineren Dörfern, die wir passieren, sieht man zum Teil nur Pferdekutschen, Cowboys zu Pferde und natürlich die Fahrradtaxis.

Cienfuegos
In Cienfuegos sind wir nur 2 Nächte. Leider sind wir diese 2 Tage krank im Bett gelegen. Cienfuegos ist eine saubere Stadt und größter Zuckerlieferant Kubas.
Einen Besuch wert ist die Quelle des Rio Hanabanilla mit den Wasserfällen bei „El nicho“. Die Straße ist aber in einem schlechten Zustand.
Tauchen ist am Riff möglich. Das Wasser macht einen sauberen Eindruck.
In der Bahia Cienfuegos sind alle Windrichtungen nach unserer Einschätzung ideal zum Kiten.
Cayo Guillermo
Wir sind jetzt unterwegs in Richtung Nord/Ost zum Cayo Coco, wo wir uns mit
anderen Freunden treffen. Die Fahrt von Cienfuegos nach Cayo Guillermo dauert etwa 5 Std.
Unsere erste Station ist der Strand von Cayo Coco, der Wind bläst mit ca. 20 kn. Im Nu sind die Kites aufgebaut und wir draußen auf dem Wasser.
Auch dieser Strand läßt Karibik Feeling aufkommen. Nach einer Session von einer Stunde brechen wir auf.
In Cayo Guillermo checken wir im Melia Cayo Guillermo AI ein (gebucht in Cienfuegos).
Tolle Anlage, sauber, nicht allzu groß, abwechslungsreiches Essen am Buffet. Mit Animation ein Ort auch für Nichtkiter und Kinder. Die Bungalows sind alle mit Seeblick.
Wie in jedem Resort gibt es auch hier ein breites Sportangebot wie Tauchen, Schnorcheln, Segeln und Reiten. Die Touren können im Hotel gebucht werden. Internet ist ziemlich langsam und hat man nur in den Lobbys nach Kauf eines vouchers mit Zugangscode.
Die Kites können vor der Terrasse aufgebaut werden und auf dem Rasen liegenbleiben.
Der Strand ist nicht breit aber mit fast weißem Sand und sehr flach ablaufend.
Keine Steine, Seeigel oder anderes Getier.
Der Stehbereich ist etwa 200 bis 300 Meter ins Wasser, tide abhängig.
Da der Strand nicht breit ist, muss man sich mit den anderen Kitern arrangieren, und den schmalen Strand in der Länge nutzen. Der Wind kommt in den 5 Tagen aus Nord/Ost mit 15-20 kn sideshore, größter Kite „Spleene QX“ 12 qm.
Ein Lycra Shirt und Shorts sind ausreichend, Neoschuhe nicht notwendig.
Nach dem Starten kann man sich nach links abdriften lassen, bis zu den Riffs, oder man geht nach rechts raus in Richtung Osten. Wer will, kitet bis zum Cayo Coco ) Selbst bei ca. 80 Kitern, alle verteilt auf diesem Strandabschnitt von Cayo Guillermo, kommt kein Stress auf. Wie überall in der Karibik, sollte immer das Wetter beobachtet werden, mit einem plötzlichen Wetterumschwung ist immer zu rechnen.
Kiten in unmittelbarer Strandnähe sollte gemieden werden, da bei einem Abflug Strandbesucher verletzt werden können. Außerdem kann der Kite an den Holzzäunen zerstört werden.
Nach dem Kiten wird das Equipment in die Hotelanlage bis zum Bungalow getragen und dort vor der Terrasse auf dem Rasen abgelegt.

Für mich ist dieser Spot der Beste, den ich in Kuba befahren habe und ich bin sicher, dass ich nicht das letzte Mal auf Cayo Guillermo bin.

Für diejenige, die keine Zeit und Lust haben, mit dem Auto zu fahren, können von Havanna nach Cayo Coco mit der Aerocaribbean für ca.150€ roundtrip hinfliegen. Informiert euch wegen Mitnahme des Kite equipment.
Kiteverleih in Kuba, außer in Vadadero, ist rar.
Für weitere Infos könnt ihr mich unter diegoontour@gmail.com kontaktieren.
Wir haben fertig und setzen unsere Reise in Costa Rica fort.

Puravida
Diego